Du bekommst ein klares Bild davon, was hinter den Symptomen steckt – und was nicht. Weg von Halbwissen und Schuldgefühlen, hin zu Verständnis, das dich handlungsfähig macht.
Du lernst, welche Rolle du übernehmen kannst – und welche dich kaputt macht. Wir sortieren Verantwortung neu, damit du nicht länger „Therapeut:in, Retter:in und Blitzableiter“ in einer Person bist.
Grenzen sind kein Angriff – sie sind Stabilität. Du lernst, klare Grenzen zu formulieren, ohne Öl ins Feuer zu gießen, und wie du konsequent bleibst, ohne hart zu werden.
Du bekommst konkrete Sätze, Tools und Gesprächsstrukturen, die Konflikte runterfahren. Weniger Recht-haben-Wollen, mehr Wirkung: ruhig, klar, führend.
Wenn es kippt, brauchst du keinen Streit – du brauchst einen Plan. Wir entwickeln eine Krisenstrategie: Warnsignale erkennen, richtig reagieren, Eskalationen abbremsen, Sicherheit erhöhen.
Du lernst, wie Nervensysteme sich gegenseitig beeinflussen – und wie du Stabilität ausstrahlst, statt dich mit hochziehen zu lassen. Für mehr Ruhe im Alltag und weniger Daueranspannung.
Angehörige dürfen wütend sein. Müde. Überfordert. Wir schaffen Ordnung in deine Emotionen, damit du nicht aus schlechtem Gewissen funktionierst, sondern aus Klarheit handelst.
Dein Leben zählt genauso. Wir bauen Routinen, Schutzfaktoren und mentale Stabilität auf – damit du unterstützen kannst, ohne auszubrennen oder dich selbst zu verlieren.
Orientierung für dein Leben zwischen Chaos, Gefühlsoverload und Selbstzweifeln
Vielleicht kennst du Gedanken wie:
“Was stimmt nicht mit mir?”
“Warum kriege ich mein Leben einfach nicht auf die Reihe?”
“Warum bin ich immer zu viel – oder zu wenig?”
Wenn du mit Borderline, ADHS oder einer Mischung aus beidem zu tun hast, fühlt sich der Alltag oft an wie ein innerer Sturm – und alle anderen scheinen einen Wetterbericht zu haben, nur du nicht.
Dieser Kompass soll dir helfen:
deine Symptome besser zu verstehen
Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Borderline & ADHS zu erkennen
erste Schritte zu finden – ohne dich zu überfordern
klarer zu sehen, wo Coaching helfen kann und wo Therapie / Medizin dran ist
Er ersetzt keine Diagnose und keine Behandlung – aber er gibt dir eine Richtung.
Was ist Borderline?
Emotionen ohne Schutzschicht
Borderline (Borderline-Persönlichkeitsstörung / BPS) bedeutet nicht “dramatisch sein”, sondern:
Gefühle extrem stark erleben
sehr schnelle Gefühlswechsel (von Nähe zu Rückzug, von Liebe zu Hass)
große Angst vor Verlassenwerden und Zurückweisung
oft ein unsicheres oder brüchiges Selbstbild (“Wer bin ich überhaupt?”)
Typische Themen sind u. a.:
intensive, instabile Beziehungen
Selbstverletzung oder selbstschädigendes Verhalten
Impulsivität (Geld, Drogen, Essen, Sex, Risiko)
innere Leere, tiefe Scham, starke Selbstabwertung
Wichtig:
Borderline ist kein Charakterfehler und keine “Attitüde”. Es ist ein Muster, das häufig mit traumatischen Erfahrungen, Bindungsverletzungen und hoher emotionaler Sensibilität zusammenhängt.
Was ist ADHS bei Erwachsenen?
Ein Nervensystem ohne Standby-Taste
ADHS im Erwachsenenalter heißt nicht “bisschen hibbelig”. Viele Betroffene erleben:
Aufmerksamkeitsprobleme (schwer bei einer Sache bleiben, schnell abgelenkt)
Innere Unruhe (Gedankenkarussell, nicht abschalten können)
Impulsivität (schnell reagieren, bevor man denkt)
Schwierigkeiten mit Organisation, Zeitmanagement, Prioritäten
Die Folge:
Chaos im Alltag (Papierkram, Deadlines, Haushalt, Finanzen)
Selbstabwertung: “Ich bin faul, dumm, unzuverlässig”
Konflikte in Arbeit, Beziehungen, Familie
Wichtig:
ADHS ist keine Faulheit und keine mangelnde Intelligenz. Es ist eine andere Art, wie dein Gehirn Reize verarbeitet und Dopamin reguliert.
Wenn Borderline & ADHS sich treffen
Viele erleben eine Mischung aus:
emotionaler Extremität & Verlustangst (Borderline-Anteile)
Chaos, Vergessen, Unruhe, impulsive Entscheidungen (ADHS-Anteile)
Mögliche Kombinationen:
Du fängst voller Energie Projekte an – und brichst sie ab, wenn Emotionen explodieren.
Du willst stabile Beziehungen – und zerstörst sie in Momenten der Panik und Überforderung.
Du weißt, was dir guttun würde – aber dein Alltag entgleitet dir immer wieder.
Du bist damit nicht allein.
Die Kombination ist anstrengend, aber sie ist auch erklärbar – und damit beeinflussbar.
Bin ich einfach “anstrengend” – oder könnte da mehr dahinterstecken?
Dieser Kompass stellt keine Diagnose. Aber er hilft dir, Hinweise zu sortieren.
Typische Hinweise auf Borderline-Anteile
Extreme Angst, verlassen zu werden – schon bei kleinen Konflikten
Sehr intensive, schnelle Beziehungswechsel (idealisiert vs. abgewertet)
Selbstverletzendes Verhalten oder starke Selbstbestrafung
Gefühl, innerlich leer oder “nicht wirklich da” zu sein
Gedanken wie: “Ich bin falsch, kaputt, nicht liebenswert”
Typische Hinweise auf ADHS-Anteile
Du verlierst ständig Dinge, verpasst Termine, vergisst Nachrichten
Routine-Aufgaben strengen dich unnormal an
Du brauchst Druck, um überhaupt in die Gänge zu kommen
Du hast Tausend Ideen – und kaum etwas fertig
Du wirst oft als “chaotisch”, “unzuverlässig” oder “unstrukturiert” wahrgenommen.
Gemeinsame Nenner
Impulsivität (emotional und im Verhalten)
Probleme mit Selbstwert, Scham, Schuld
Probleme in Beziehungen und im Job
Erschöpfung, Burnout-Gefühl, innere Überlastung
Wenn du dich in vielem wiederfindest, ist das kein Beweis – aber ein Grund, genauer hinzuschauen.
5 erste Schritte, wenn du das Gefühl hast: “Da ist was”
Anerkenne, dass dein Erleben real ist
Du bildest dir das nicht ein.
Deine Gefühle sind real.
Deine Überforderung ist real.
Dein Chaos ist real.
Du darfst aufhören, dich die ganze Zeit zu fragen, ob du “dich anstellst”.
Hol dir Informationen – aber ersauf nicht in TikTok-Diagnosen
Ja, Social Media kann helfen, sich wiederzufinden.
Aber: 15-Sekunden-Clips können keine komplette Diagnose ersetzen.
Sinnvoll ist:
seriöse Ratgeber, Fachseiten, Bücher
Austausch in seriösen Selbsthilfegruppen
Podcasts, die differenziert über Borderline & ADHS sprechen
und idealerweise: ein Gespräch mit Fachleuten (Psychiater:in, Psychotherapeut:in, Diagnostikstelle)
Sprich mit jemandem, dem du vertraust
Du musst nicht direkt mit “Ich habe Borderline / ADHS” starten.
Du kannst sagen:
“Ich merke, dass ich emotional extrem reagiere und kaum klarkomme.”
“Ich habe das Gefühl, mein Kopf läuft anders als bei anderen.”
“Ich will mir Hilfe holen – aber ich habe Angst davor. Kannst du mich dabei unterstützen?”
Manchmal ist der erste Schritt nicht der Arzttermin, sondern ein ehrliches Gespräch.
Nutze Selbsthilfe & Community – bewusst, nicht blind
Selbsthilfegruppen (online oder offline) können Gold sein, wenn:
Grundregeln klar sind (Respekt, keine Trigger-Romantik, kein Vergleich von Leid)
es eine gewisse Struktur gibt
Räume für Humor, Ernst und echte Unterstützung da sind
Wenn du merkst:
ständig Drama
viel gegenseitiges Triggern
kein wirklicher Halt
darfst du gehen.
Selbsthilfe soll dir helfen – nicht dich weiter kaputt machen.
Überlege: Was könnte Coaching für dich leisten – und was nicht?
Coaching kann dir helfen:
dein Leben zu strukturieren (Alltag, Termine, Prioritäten)
emotionale Muster zu erkennen und bewusster zu steuern
Skills zu lernen (z. B. Emotionsregulation, Selbstfürsorge, Grenzen)
dein Selbstbild aufzubauen: weg von “Ich bin kaputt” hin zu “Ich bin verantwortlich & handlungsfähig”
Coaching ersetzt NICHT:
fachärztliche Diagnose
Psychotherapie
medikamentöse Behandlung, wenn sie nötig ist
Akut-Hilfe bei Suizidalität und schweren Krisen
Im besten Fall arbeiten Coaching und Therapie nebeneinander:
Therapie bearbeitet Wunden – Coaching hilft dir, deinen Alltag und deine Zukunft zu gestalten.
Dein persönlicher Mini-Kompass – 6 Fragen, die du dir stellen kannst
Nimm dir einen ruhigen Moment und beantworte diese Fragen – gern schriftlich:
Wann im Alltag merke ich am stärksten, dass ich “anders funktioniere” als andere?
Welche Situationen bringen mich emotional am meisten aus der Bahn?
Wie rede ich innerlich mit mir, wenn etwas schiefgeht?
Was habe ich bisher schon versucht, um klarzukommen – was hat ein bisschen geholfen?
Wer in meinem Umfeld könnte eine Unterstützung sein (auch, wenn ich mich kaum traue zu fragen)?
Was wäre ein ganz kleiner, realistischer nächster Schritt für mich – diese Woche?
Beispiele für kleine Schritte:
einen Podcast zum Thema hören
einen Blogartikel lesen und Notizen machen
eine Selbsthilfegruppe anschauen
eine Mail an eine Beratungsstelle schreiben
einen Kennenlern-Termin im Coaching buchen
Download – Borderline & ADHS Kompass (PDF für unterwegs)
Borderline & ADHS Kompass – Kurzversion (PDF)
wichtige Erkennungsmerkmale auf 2 Seiten
5 erste Schritte übersichtlich zusammengefasst
Platz für deine persönlichen Notizen
Wenn du dich in diesem Kompass wiederfindest, heißt das nicht, dass du “für immer kaputt” bist.
Es heißt, dass dein Nervensystem und dein Denken anders funktionieren – und dass du lernen darfst, damit zu leben, statt permanent dagegen anzukämpfen.
Mit Border Allein unterstütze ich Menschen mit Borderline, ADHS, Trauma und anderen psychischen Belastungen – und auch ihre Angehörigen.
In meinem Coaching geht es um:
mehr innere Struktur im Alltag
mehr Ruhe im Kopf
klarere Grenzen in Beziehungen
einen Selbstwert, der nicht bei jeder Kleinigkeit auseinanderfällt
Wenn du das Gefühl hast: “Ich möchte da nicht mehr allein durch”, kannst du dir hier alle Infos holen:
Link zur Telegram Selbsthilfegruppe
SHG
©2022 Digistore24 GmbH, alle Rechte vorbehalten